Die Deutsche Gesellschaft für Probiotische Medizin ist ein im Jahr 2011 gegründeter gemeinnütziger Verein zur Förderung von Wissenschaft, Forschung, des öffentlichen Gesundheitswesens und der Gesundheitspflege. Konkret verschreibt sich die DePROM der Förderung der wissenschaftlichen Erforschung des humanen Mikrobioms und seiner Bakterienvielfalt.

Vizepräsident DePROM
Unsere Kenntnisse des menschlichen Mikrobioms waren methodenbedingt bis in die 90er Jahre sehr lückenhaft und begrenzt. Moderne molekularbiologische Verfahren ermöglichen heute großartige wissenschaftliche Einblicke. Eine neue Welt hat sich aufgetan, die nicht nur für Erkrankungen des Verdauungstraktes, sondern auch extraintestinal große pathophysiologische und therapeutische Bedeutung hat. Das bevorstehende Symposium gibt einen detaillierten Überblick über die humane Mikrobiota und verspricht nicht nur neue und anregende Einblicke in Gesundheit und Krankheit, sondern auch erweiterte Möglichkeiten moderner Therapie.
Prof. Dr. Wolfgang Kruis | Präsident DePROM

Mag. Anita Frauwallner, Präsidentin OePROM
Probiotika sind in aller Munde – und das nicht nur im wörtlichen, sondern auch im wissenschaftlichen Sinn! Dieser Mikrokosmos, der unseren Verdauungstrakt besiedelt, rückt immer mehr ins Zentrum der medizinischen Forschung. Der Nachweis, dass unser Mikrobiom die Entstehung vieler Krankheiten fördert, ist erbracht und demgemäß das Interesse an der Therapie mit medizinisch relevanten Probiotika immer größer. Die vierten Deutschen Mikrobiomtage werden die große Bandbreite probiotischer Forschung und ihrer praktischen Anwendung zeigen. Mit Referenten, die ihre klinischen Erfahrungen und wegweisenden Studien zum Thema Probiotika mit Ihnen teilen werden. Dieses Symposium mit seiner Mischung aus Praxis und Forschung wird ein starkes Zeichen für die Bedeutung der probiotischen Medizin in Deutschland setzen.
Mag. Anita Frauwallner | 2. Vizepräsident DePROM

Präsident DePROM
Dem Mikrobiom des Darmes wird eine Schlüsselrolle in der Entstehung vieler chronischer Erkrankungen zugeschrieben. Das Verständnis der  normalen physiologischen Regulation des Mikrobioms und seiner Pathologie ist daher von zentralem Interesse in der aktuellen Medizinforschung. Die therapeutische Beeinflussung der
Mikrobiomzusammensetzung und -funktion scheint möglich und ist daher ein neuer innovativer Ansatz für Therapie und Prävention chronischer Erkrankungen. Das Symposium der DePROM wird hierzu wertvolle Entwicklungen aus der Wissenschaft, wie auch der praktischen Anwendung diskutieren.
Prof. Dr. Stefan Schreiber | 1. Vizepräsident DePROM

Claus Muss, Wissenschaftliches Komitee
Das Mikrobiom steht im Zentrum der wissenschaftlichen Forschung und eröffnet völlig neue therapeutische Aspekte in der Prävention und Therapie von multiplen Beschwerden und Erkrankungen. Es entspricht bereits gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnis, dass die Darmschleimhaut und ihre Besiedelung Einfluss auf die wichtigsten Organsysteme des Körpers, Nerven-, Stoffwechsel- und Immunsystem nimmt und damit eine der wichtigsten Regularien des menschlichen Organismus für die die Erhaltung der Gesundheit darstellt. Wir wünschen allen Beteiligten der 4. Deutschen Mikrobiomtagen der Deutschen Gesellschaft für Probiotische Medizin einen regen Informationsaustausch und Erkenntnisgewinn. Wir heißen alle Teilnehmer in diesem Sinne herzlich willkommen!
Prof. DDr.med. Dr.habil Claus Muss, Ph.D. | Generalsekretär DePROM

Generalsekretärin Stellvertreter DePROM
Neueste Erkenntnisse zeigen, dass sich nicht nur gastrointestinale Erkrankungen wie u.a. Darmentzündungen, Reizdarm, Glutenunverträglichkeit durch Modulation des intestinalen Mikrobioms positiv beeinflussen lassen, auch bei anderen Erkrankungen (Allergien, neurodegenerativen und onkologischen Erkrankungen, urogenitalen Krankheiten bis hin zu Stoffwechselstörungen, wie Adipositas, Fettleber, Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen) suchen Forscher nach einem Zusammenhang mit den Darmmikroorganismen. Für Diabetes und Arteriosklerose zum Beispiel sehen Wissenschaftler in Darmbakterien einen möglichen Auslöser. Die Effekte probiotischer Bakterien reichen weit über die lokalen Wirkungen hinaus. Im Darm hängt die Entwicklung und Funktion des mukosalen Immunsystems vom Mikrobiom ab. Darmbakterien beeinflussen auch Leber und Gehirn. Ohne Mikrobiom ist ein Leben nicht denkbar – ganz neue Ansatzpunkte zur Prophylaxe und Therapie von Krankheiten werden dadurch möglich.
Dr. Hilke Müller | Generalsekretär DePROM